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Liebe, Tod und Neuanfang
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
Wahrscheinlichkeit wuchs, dass man weiter herunter musste. Das Unglück kam aus einer Ecke, welche wir nie vermutet hätten. Kapitel 6 Es fing damit an, dass Silvia ab und zu schwindelig wurde. An sich nichts Besonderes. Mir selber passierte es öfters, wenn ich zum Beispiel nach längerer Zeit plötzlich aufstand. Also beunruhigte es uns nicht sonderlich. Doch diese Schwindelanfälle wurden häufiger, wobei wir zuerst dachten, dass es an ihren Ohren liegen könnte. Doch der Ohrenarzt konnte nichts finden und meinte, dass die Symptome untypisch wären. Also musste es etwas anders sein. Auch Silvias Frauenarzt konnte nichts feststellen. Sie war noch nicht in den Wechseljahren, dass stand schnell fest. Zum Schluss meinte ein Bekannter von uns, dass es auch an Silvias Gehirn liegen könnte. Er habe gehört, dass solche Erscheinungen durch Tumore hervorgerufen werden konnten. Wir glaubten nicht daran, denn Silvia hatte Gleichgewichtsschwankungen und keine Kopfschmerzen. Aber da wir uns damit nicht auskannten, bekamen wir auf Anfrage einen Termin im CT. Die drei Monate bis zu dem Termin verliefen ruhig. Silvias Beschwerden wurden nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dann kam der Tag und Silvia wurde durchleuchtet. Danach saßen wir noch eine Weile im Wartezimmer, um die Ergebnisse gleich zu erhalten. Wir wollten nicht noch Tage darauf warten. Eine Stunde später wurden wir in einen abgedunkelten Raum voller Computerbildschirme geführt. Dort empfing uns einer der Ärzte, die diese Abteilung ... leiteten. Er zeigte uns eine Aufnahme, die einen anderen Menschen zeigte, und erklärte uns die Einzelheiten. Dann holte er tief Luft und zeigte uns eines der Bilder aus Silvias Kopf. Es sah anders aus, denn es gab ein Areal, was nicht aussah wie auf dem Bild zuvor. Um es kurz zu machen. Silvia hatte einen Tumor, der schon streute und andere Areale angriff. Dazu gehörte das Zentrum, was für das Gleichgewicht zuständig war. Die Diagnose war erschütternd und wir wollten sie zuerst nicht glauben. Doch als es gewiss war, brach Silvia in Tränen aus. Keiner konnte sagen, wie lange sie noch hatte. Es war nur sicher, dass man es nicht mehr operieren konnte. Dafür war es zu weit fortgeschritten. Wie es aussah, würden wir nicht mehr lange zusammen haben. Zumindest war die Wahrscheinlichkeit gering, dass Silvia noch lange leben würde. Mit dieser erschütternden Diagnose gingen wir nach Hause. Die nächsten Tage, waren die schlimmsten in meinem Leben. Wir waren hilflos, konnten nicht verstehen, was da vor sich ging. Noch vor ein paar Wochen war alles in Ordnung gewesen und jetzt zerfiel unser Leben in Trümmer. Die Pläne, die wir gemacht hatten, waren mit einmal vom Tisch. Wir würden nicht mehr das sehen, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten noch Reisen machen, wollten Hand in Hand vor den Pyramiden stehen, wollten nach Indien und uns das Taj Mahal, das größte Symbol der Liebe anschauen, das wir kannten. Aus all dem würde nichts mehr werden. Dafür fehlte uns jetzt die Zeit. Eine Zeit, die ...