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Liebe, Tod und Neuanfang
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
sieben Uhr morgens. Ich nahm es mit erschrecken zur Kenntnis, denn in meinem Schlafzimmer, hatte ich nicht auf die Uhr geschaut. Trotzdem fühlte ich mich fit und ich wusste, dass es mir nach dem Kaffee noch besser gehen würde. Wir saßen zusammen am Frühstückstisch und aßen schweigend, denn wir hatte beide einen so großen Hunger, dass wir laufend den Mund voll hatten. Erst als wir gesättigt waren, wurde das anders. Das Erste was Silvia mir sagte traf mich gleich wie ein Hammer und ich wusste nicht, ob sie es einfach so sagte oder lange darüber nachgedacht hatte. "Sag mal, hast du es gestern noch mit mir gemacht? Ich frage nur so. Immerhin wäre es für dich nicht schwer gewesen. Ich lag schließlich so vor dir, dass du ihn mir hättest reinstecken können. Kannst es ruhig sagen, werde nicht böse. Immerhin habe ich dich in die Situation gebracht und musste damit rechnen. Auf der anderen Seite wäre es unfair. Immerhin hätte ich auch gerne etwas davon gehabt!" Mir blieb das Teil fast im Halse stecken, das ich gerade runterschlucken wollte. Schnell griff ich nach meiner Tasse Kaffee und spülte es herunter. "Bitte?", fragte ich sie mit leicht angehobener Stimme. "Was denkst du von mir. Du bist die Frau aus meiner Kindheit. Etwas besonders. Glaubst du, ich würde einfach über dich herfallen?" Meine leichte Aufregung war nicht gespielt, sondern echt. Ich konnte nicht glauben, was ich dort gehört hatte. Gut, wenn es eine andere Frau gewesen wäre, dann vielleicht, gebe ich zu, ist auch ... ähnlich vorgekommen. Aber doch nicht bei Silvia. "Also heißt das, nein?" Wobei es mehr wie eine erneute Frage anhörte. "Richtig, es heißt genau das." "Danke", kam es jetzt von ihr und diese danke kam ihr aus tiefstem Herzen. Das konnte man genau hören, denn es schwang ein Unterton mit, aus dem man die Dankbarkeit heraushören konnte. "Jetzt mal im ernst", sagte sie, "Wenn ich dich darum bitten würde, würdest du dann mit mir schlafen?" Irgendwie hatte ich auf diese Frage gewartet. Eigentlich schon seit gestern, sie war überfällig und stand lange im Raum. "Die Frage habe ich mir oft gestellt. Um nicht zu sagen, jahrelang!" antwortete ich ihr. "Würden wir damit nicht etwas kaputt machen? Was ist, wenn es daneben geht?" "Gegenfrage!", sagte sie mehr als ernst. "Werden wir die Antwort herausbekommen, ohne es zu tun?" Von der Seite aus gesehen. Hatte ich es noch nicht betrachtet. Ich schwieg einen Moment, denn mir fiel nur eine Antwort darauf ein. Verzweifelt suchte ich nach einer anderen. Aber es kam keine mehr. "Nein, werden wir nicht. Die Frage wird immer im Raum stehen, sowohl bei dir und bei mir." "Jetzt habe ich eine Gegenfrage an dich", sagte ich und nahm all meinen Mut zusammen. "Willst du denn mit mir schlafen?" Ich konnte geradezu sehen, wie die Schallwellen von meinem Mund ausgingen und in ihren Ohren verschwanden. Dort trafen sie auf das Trommelfell und die Informationen wurde an ihr Gehirn weitergeleitet. Dieses verarbeitete diese sofort und nahm Silvia die bewusste ...