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Liebe, Tod und Neuanfang
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
diese anwechselnd hin und her. Dieses Spiel hielt Eva eine ganze Weile durch und ich wollte sie nicht stoppen. Im Gegenteil. Ich wälzte mich wie im Schlaf so hin und her, dass Eva einfach wie möglich an alles herankam. Irgendwann hörte Eva damit auf. Nicht das ihr langweilig geworden wäre, aber sie musste einfach einmal wohin. Sie stand auf und ich sah mit weiter geöffneten Augen ihren kleinen, wackelnden Apfelpo aus dem Zimmer verschwinden. Zehn Minuten später war sie zurück und ich hielt weiterhin an dem schlafenden Zustand fest. Eva kam aber nicht gleich ins Bett, sondern setzte sich auf die Kante und sah zu ihren Bildern an der Wand. Obwohl ich es nicht sehen konnte, welches Bild sie direkt ansah, konnte ich es ahnen. Nach der Stellung ihres Kopfes zu urteilen, sah sie direkt ins Zentrum auf das eine, welches nicht in 3-D war. Wohl fünf Minuten sah sie in die Richtung, atmete plötzlich tief ein und ließ einen Seufzer hören, dann drehte sie sich in meine Richtung und legte sich wieder hin. Das, was sie zuvor getan hatte, setzte sie leider nicht fort. Sie deckte mir die Decke über und schloss ihre Augen, um noch weiter zu schlummern. Wenig später hörte ich ihren ruhigen Atem und stand selber auf. Dabei war ich mir sicher, dass sie nicht bemerkte, wie ich den Raum verließ. Im Bad machte ich mich landfein und dachte die ganze Zeit über das nach, was ich gesehen hatte. Was hatte es mit dem Bild auf sich, warum faszinierte es Eva so sehr. Ich musste es herausbekommen. Als ich ... fertig mit der Morgentoilette war, begab ich mich in die Küche und begann den Frühstückstisch zu decken. Als ich damit fertig war und das einzige Geräusch, was vorhanden war, von der Kaffeemaschine kam, setzte ich mich einen Moment hin und dachte an nichts. Manchmal saß ich nur da und starrte Löcher in die Luft. Es gefiel mir, den Morgen so zu beginnen. Einfach geistig lufthohlen, das Gehirn leer machen, um es mit den Eindrücken des Tages füllen zu können. Als der Kaffee durchgelaufen war, hörte ich Evas tappende Füße auf dem Flur und wenig später stand sie mit ihrem Nachthemd bekleidet in der Tür. Sie schnupperte in der Luft und inhalierte den Duft von frischem Kaffee. Danach verschwand sie für ein paar Minuten im Bad, um das nötigste zu tun. Wenig später war sie zurück und wir frühstückten ausgiebig. Danach beschlossen wir, spazieren zu gehen. Dazu wollten wir in den Stadtpark und uns an den Pflanzen sattsehen. Eine Stunde später kamen wir dort an und machten als Erstes den großen Rundgang, hieß den äußeren Weg entlang. Erst dann erkundeten wir das Innere des Parks, mit seinen Blumenbeeten und Anlagen. An einer besonders gelungenen Stelle, fanden wir eine freie Parkbank und setzte uns darauf, um das Treiben, um uns herum, zu beobachten. Es war viel los im Park, denn das Wetter war schön und die Leute hatten den gleichen Gedanken gehabt wie wir. Es schien alles unterwegs zu sein, was zwei Beine hatte. Einzelne Personen genauso wie Paare und ganze Familien. Entweder zu Fuß, ...