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Spieglein, Spieglein ...
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
und stellte diese auf den Boden. Erst als ich alle durchgegeben hatte, kam ich selber nach. Mit diesen Beuteln verließen wir Klaras Zimmer und gingen auf die Kellertür zu. Als ich sie aufmachte und hinuntergehen wollte, blieb Marie davor stehen. Sie hatte anscheinend Angst und tat keinen Schritt mehr vorwärts. "Dort gehe ich nicht herunter. Dort unten ist der Tod!", sagte sie und ich konnte ihr ansehen, dass sie es ernst meinte. Sie brauchte es auch nicht. Stattdessen nahm ich eine Taschenlampe, die ich mitgenommen hatte, und schaltet sie ein. Marie staunte, als sie das Licht sah. Für sie musste es wie eine erneute Zauberei aussehen. Sie sagte aber nichts dazu. Sie nahm es einfach hin. Schwer bepackt und mit der Taschenlampe zwischen den Zähnen stieg ich die Treppe herunter und musste dabei gut aufpassen, nicht zu stolpern. Unten angekommen ging ich so schnell wie möglich den Gang entlang, bis ich auf der Höhe der Geheimtür war. Hier stellte ich die Beutel ab und suchte nach dem Stein, der die Tür öffnete. Ich brauchte etwas länger dafür, da ich nicht genau gesehen hatte, welcher es gewesen war. Aber ein paar Minuten später öffnete sich die Tür geräuschlos. Jetzt wurde es wieder spannend. Wusste ich doch nicht, was sich genau dahinter befand. Ich nahm die Taschenlampe in die Hand und ging gebückt hinein, stellte aber zuvor noch einen der Säcke zwischen die Tür, damit sie nicht zufallen konnte. Ich wusste nicht, ob man sie auch von innen öffnen konnte. Die Katze im ... Goldfischglas wollte ich nicht spielen. Kaum hatte ich die Tür durchschritten, wurden meine Augen groß und ein seltsamer Geruch reizte meine Nase, den ich nicht gleich definieren konnte. Der Raum war nicht groß, aber dafür umso interessanter. Eine gesamte Seite war mit einem sehr stabil aussehenden Regal ausgefüllt. Darauf stapelten sich säuberlich kleine Leinensäcke in mehreren Etagen. Zusammen konnte ich nicht einmal schätzen, wie viele sie waren. Auf der anderen Seite der standen zwei relativ große Kisten, die seltsamerweise von außen dick mit Pech oder Teer eingekleistert waren. Nur ein kleiner Spalt rum herum zeigte an, wo der Deckel auf dem Unterteil lag. Zuerst interessierten mich natürlich die Beutel und es hätte mich fast gewundert, wenn sie etwas anderes enthalten hätten, als Münzen. Ich schnappte mir einen davon und öffnete ihn. Er war gefüllt mit den Münzen, die ich bereits kannte. Allerdings nur von einer Sorte. Sie waren säuberlich getrennt worden, was mir sehr zugutekam. Waren meine doch ebenfalls noch getrennt. Viel Zeit durfte ich nicht verlieren. Sofort begann ich, die Münzen auszutauschen. Dabei ging es schneller als gedacht, nur reichte mein Vorrat lang nicht aus, um alle mitnehmen zu können. Ich schnappte mir immer die Beutel, die am weitesten hinten lagen, damit sie vorne ihre ursprüngliche Ordnung behielten. Außerdem nahm ich nur aus einer bestimmten Lage. Sollte ich noch einmal wiederkommen, wusste ich genau, wo die Falschen lagen. Ich wollte mich schließlich ...