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Spieglein, Spieglein ...
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
sehen bekam. Ungläubig starrte sie darauf, und ihr Staunen wurde noch größer, als ein Arm folgte der auch noch Gesellschaft von einem Zweiten bekam. Ich sah, dass sie etwas sagen wollte, aber kein Ton kam aus ihrem offen stehenden Mund. Stattdessen zeigte sie mit einem Finger auf meine Arme, konnte es nicht verstehen, was sie sah. Jetzt war ich soweit vorgedrungen, dass ich den restlichen Weg gehen konnte, nein, musste. Egal was passierte. Also streckte ich auch noch meinen Kopf hindurch. Marie bekam keine Luft mehr als sie mich sah und sackte einfach in sich zusammen. Leider war ich nicht so schnell, dass ich sie auffangen konnte, aber so wie es aussah, prallte sie nicht direkt mit dem Kopf auf den Boden. Ich kam ganz durch den Spiegel, beugte mich über Marie und hob sie vorsichtig auf, um sie auf Klaras Bett zu legen. Hier setzte ich mich daneben, öffnete die Verschnürung vor ihrer Brust, damit sie besser Luft bekam, und wartete darauf, dass sie aus ihre Ohnmacht erwachte. Es dauerte nicht lange, bis ihre Augenlieder anfingen zu flattern. Sie öffnete langsam die Augen fixierte mich und starrte mich an. "Herr Christoph, seid ihr das wirklich? Das kann einfach nicht sein. Ihr der Mann aus dem Spiegel? Warum, wie geht das?" Ich sah auf sie herab und lächelte sie an. Sie hatte den Schock anscheinend besser überwunden, als ich gedacht hätte. "Ja, ich bin das wirklich!", dann nahm ich eine ihrer Hände in die meinen, damit sie mich spüren konnte, "siehst du, ich bin aus Fleisch ... und Blut. Sei mir nicht böse, aber ich konnte es dir nicht sagen. Es wäre nicht gut gewesen!" Marie sah mich noch immer an und sicher kam ihr gerade in den Sinn, was sie mir alles erzählt hatte. In ihren Augen sicher sehr peinlich. Dafür hatten wir aber im Moment keine Zeit. Ich musste sie anders nutzen, konnte mich nicht zu lange mit Erklärungen aufhalten. "Marie, ich werde dir später alles erklären, jetzt muss ich aber etwas anderes erledigen. Bitte sei mir nicht böse!" "Ich bin euch nicht böse, nur sehr überrascht. Ich brauche noch ein wenig, bis ich es wirklich verstanden habe!" Sie wollte aufstehen und ich half ihr dabei. Dann ging ich mit ihr zum Spiegel zurück und meinte zu ihr: "Du kannst mir helfen, wenn du möchtest. Du weißt ja, dass ich auf deine Herrschaften nicht gut zu sprechen bin, genauso wie du. Wenn du aber nicht willst, geh bitte, damit du davon nichts mitbekommst!" Marie schüttelte langsam ihren Kopf hin und her. "Nein Herr Christoph, ich möchte euch helfen. Ich glaube, es ist besser für mich. Ich glaube, ich werde es hier nicht mehr lange aushalten. Lange wollte ich schon von hier weg, habe aber keine Chance gesehen. Nur eine Heirat hätte mich hier weggeholt!" "Gut!", meinte ich zu ihr und stich ihr mit dem Fingerrücken meines Zeigefinger über die eine Wange, "dann wollen wir mal anfangen!" Marie sah mir wieder fasziniert zu, wie ich durch den Spiegel zurückging. Wenig später reichte ich ihr mehrere Beutel mit den falschen Münzen hindurch. Sie nahm sie an ...