1. Weihnachten zu dritt Teil 5


    Datum: 18.10.2017, Kategorien: Hardcore,

    was wir haben. Vielleicht ist da was dabei!“ Heinrich musste gewusst habe, dass er dies hatte, denn er ging auf den Dachboden und kam mit zwei großen Kartons zurück, wobei in dem einen rote, in dem anderen goldene Kugeln und Anhänger waren. Als Angela dies sah, fragte sie sich, was wohl geschehen wäre, wenn sie sich rosa mit hellgrünen Streifen und blau, gelb karierte gewünscht hätte. Doch dafür war es jetzt zu spät. Sie packte die großen Kartons aus und bekam leuchtenden Augen. Alles, was das Herz begehrte, war da, was ihrem weiblichen Hang zur Deko entgegen kam. Sie würde sich austoben können, denn sie war sich sicher, dass sie den Baum schmücken dürfte. Nur die klassische Verteilung, dass der Mann die Lichterkette anbrachte, wollte sie nicht brechen. Sie gab es Heinrich zu verstehen und er nickte. Abends, als sie in ihrem Sessel saß, war Heinrich nicht dabei, denn er war mit seinen Ordnern beschäftigt. Es waren dieses Mal andere, zumindest sahen die Deckel anders aus als die, die sie kannte. Angela sah es aus dem Augenwinkel und es kam ihr nicht sonderlich interessant vor. Also schaute sie in die Flammen, während Heinrich, leise raschelnd, in den Papieren wühlte. Dabei hatte er einen großen Taschenrechner neben sich stehen, in den er öfters etwas eintippte und danach aufschrieb. Dabei musste Angela grinsen, denn der Taschenrechner war wirklich sehr groß. Dann kam ihr aber in den Sinn, dass Heinrich keine normal großen Finger hatte und mit einer normalen Tastatur Probleme ...
    bekommen würde. Von daher war es keine schlechte Idee. Weiter schaute Angela ins Feuer und hing ihren Gedanken nach. Nichts Bestimmtes, nur Gedankenfetzen gingen ihr durch den Kopf, blieben nicht haften. Doch auf einmal erregte etwas ihre Aufmerksamkeit. Als Heinrich einen der Ordner zuklappte, leuchtete für einen kurzen Augenblick ein Emblem mit goldenen Rändern auf. Sie hatte es nicht genau gesehen, aber irgendwie kam es ihr bekannt vor, so als wenn sie es schon gesehen hätte. Doch wollte sie Heinrich nicht danach fragen, sie wollte nicht neugierig wirken. Trotzdem war sie jetzt hellwach und achtete darauf, ob sie es noch einmal zu Gesicht bekam. Dabei macht sie sich Gedanken darüber, wenn sie es richtig gesehen hatte, was es für eines gewesen war. Es wollte ihr nicht einfallen. Sie sah es jedoch kein zweites Mal, da sie die Deckel der anderen Ordner nicht sah oder die darauf abgebildeten Zeichen nicht erkennen konnte. Sie waren zu klein. Später saß Heinrich neben ihr und bot ihr ein Glas Rotwein an, dass sie gerne annahm. Es war dieses Mal ein schwerer Burgunder, der kraftvoll die Kehle herab glitt und einen leicht erdigen Geschmack hinterließ. Vielleicht noch mit einer Note von Aprikose. Aber genau kannte sie sich damit nicht aus. Ihr kam es darauf an, dass es schmeckte. Vor dem Kamin war es ein großer Genuss. Im Sommer hätte sie ihn nicht getrunken. Einmal davon abgesehen, dass sie zuvor nur selten Wein angeboten bekommen hatte. Thomas trank lieber Bier und sie selber ...
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