1. Weihnachten zu dritt Teil 5


    Datum: 18.10.2017, Kategorien: Hardcore,

    denn der Schnee drückte sie nach unten. Heinrich musste sich bücken, um darunter zu kommen, da er dafür zu groß war. Angela grinste ihn an, als sie diesen Vorteil für sich verbuchte. Allerdings nur so lange, bis Heinrich kräftig gegen den Stamm trat. Die Zweige entledigten sich ihrer Last und der Schnee kam wie eine Lawine herunter. Dumm war, dass Angela gerade dort stand, wohin sie wollte. Nur wenige Augenblicke später stand sie in einem Schneesturm und konnte nichts mehr sehen. Da sie keine Jacke hatte, rieselte es von oben in den Pullover, der ihr viel zu groß war. Sie schrie auf und wollte flüchten, doch dafür war es zu spät. Als sie einen Satz nach hinten machte, was das Schlimmste bereits vorbei. Heinrich konnte jetzt aufrecht unter dem Baum stehen und sah sich das Schauspiel mit seinem typische Grinsen an. Angela machte gute Mine zum bösen Spiel. Sie sah aus wie ein Schneemann und schüttelte sich, um wenigstens den restlichen Schnee los zu werden. Jetzt drehte sich Heinrich um und begann mit der Säge den Stamm zu bearbeiten. Interessiert sah sich Angela an, wie er diese machte, und konnte beobachten, wie kraftvoll Heinrich dabei zu Werke ging. Es zeugte von Erfahrung und dauerte nur wenige Minuten, bis es anfing zu knacken. Heinrich zog das Sägeblatt heraus und drückt den Baum in die gewünschte Richtung. Wenig später lag er am Boden. Mit vereinten Kräften schleiften sie diesen zum Traktor, wobei Heinrich mit dem dicken Ende voran ging, Angela die Spitze in der Hand ...
    hielt und dahinter her lief. Dabei tat sie, aber nur so als wenn sie diese hochhob, denn dadurch hatte sie einen Ausgleich für die Schneedusche gehabt. Leider hatte sie den Eindruck, dass Heinrich diese nicht weiter behinderte. Er zog den Baum mühelos durch den Wald, blieb nur einmal hängen. Sie banden den Baum an der Schaufel fest und machten sich auf den Weg, noch einen für die Stube zu holen. Diesen sollte Angela fällen, doch sie verkantete mit dem Sägeblatt und Heinrich musste den Rest erledigen. Wenig später waren sie wieder auf dem Weg zurück zum Hof. Auf der Hauptstraße kam ihnen nicht ein Wagen entgegen. Der große Baum wurde noch nicht aufgestellt, den anderen nahm Heinrich mit ins Haus und stellte ihn auf den Ständer. Dort sollte er bis zum nächsten Tag trocknen. Angela empfand es als herrlich, den Duft von frischem Tannengrün, jetzt im Haus zu haben. Mehrmals stand sie schnüffelnd vor dem Baum und betrachtete ihn mit glänzenden Augen. Es erinnerte sie an ihre Kindheit, denn da hatten ihre Eltern auch einen aufgestellt. Später und in der Zeit danach, wurde keiner mehr gekauft. Während sie davor stand, trat Heinrich neben sie und fragte. „Was meinst du? Welche Farbe wäre richtig dafür?“ „Klassisch Rot-Gold würde ich sagen“, antwortete sie, ohne ihren Blick vom Baum abwendete. „Lametta oder nicht?“, kam die nächste Frage. „Ohne Engelshaare geht nicht!“, kam ihre bestimmt klingende Antwort. Sie liebte Lametta und ein Baum ohne, kam nicht infrage. „Dann werde ich mal sehen, ...
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