1. Samira Teil 1


    Datum: 18.08.2017, Kategorien: Hardcore,

    kleine Abwechselung zu geben. Während ich es schrieb, verfolgte Samira es auf dem Bildschirm und ihr Gesicht verzog sich auf einmal, als ich auf das Stolpern zurückkam. Für mich hatte es keine Bedeutung, für sie anscheinend eine Größere. Wieder sah sich mich aufmerksam von der Seite an und ich hielt inne mit dem Schreiben. „Stimmt was nicht?“, fragte ich sie. Mir kam ihr Verhalten merkwürdig vor. In ihr Gesicht trat erneut der nachdenkliche Ausdruck. „Sind sie sicher, dass sie nichts gegen mich haben?“, fragte sie wie zuvor. Dabei legte sie ihren Kopf schräg und starrte mir direkt in die Augen. „Was meinst du damit. Ich versteh das nicht. Ich kenne dich nicht einmal, warum sollte ich also etwas gegen dich haben?“ „Das weiß ich nicht. Darum frage ich sie ja. Einmal zu stolpern, wo nichts ist, ist Zufall. Dreimal eher nicht!“ „Ich kann doch nicht zaubern. Außerdem, warum sollte ich das machen. Aus reiner Boshaftigkeit?“ Samira sah mir weiterhin aufmerksam in die Augen, versuchte anscheinend darin zu lesen. Versuchte herauszubekommen, ob ich log. Doch sie konnte anscheinend nichts darin erkennen. Das verwirrte sie sichtlich. „Zaubern nicht, dass können die wenigsten. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten!“ „Meinst du etwa, ich suche mir einen wildfremden Menschen aus und praktiziere Voodoo an ihm, zum Spaß und großer Freude?“ „Neee, kein Voodoo, ich lebe doch noch!“, meinte sie, was nicht als Scherz gemeint war, denn ihr Gesicht blieb dabei ernst. „Sie haben etwas an sich, was ...
    mir sagt, dass etwas nicht stimmt. Entschuldigen sie, wenn ich das sage, doch es ist so. Vielleicht wissen sie nichts davon und es ist unterbewusst, aber ich spüre da was, was ich nicht einordnen kann!“ „Du meinst also, ich habe etwa auf den Weg gezaubert, dass dich hat stolpern lassen. Einfach aus dem nichts?“ „Nein, nichts hingezaubert. Wie schon gesagt, zaubern ist schwer, eher meine Koordination gestört, meinen Geist so beeinflusst, dass ich das Gleichgewicht verlor, ohne das dort etwas war!“ „Und du meinst, dass das geht. Einfach so!“ „Möglich ist alles!“, meinte Samira, „Das lässt sich aber herausfinden. Vielleicht wissen sie selber nicht, dass sie das können. Ich könnte sie jemandem vorstellen, der es herausfinden kann. Nur wenn sie Lust dazu haben. Es könnte für sie interessant werden!“ Ich war baff, wusste nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen sollte. Auf der einen Seite hatte ich, um ehrlich zu sein, das Gefühl, dass Samira nicht ganz dicht war. Auf der anderen Seite machte es mich neugierig. Diese Situation oder das was folgen würde, könnte ich irgendwann einmal gebrauchen. Eigene Erlebnisse ließen sich gut in Geschichten einbauen, nicht nur als Lückenfüller. Vielleicht ergab sich aus diesem Angebot etwas Gutes für mich. Ich war gespannt auf das was kommen würde. „Gut!“, meinte ich und nickte mit dem Kopf in Samiras Richtung, „Wann soll das stattfinden? Ich denke doch nicht heute oder?“ „Nein, ich muss erst bescheid sagen. Ich denke aber, dass es morgen gehen ...
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