-
Kiss the cook!
Datum: 14.07.2017, Kategorien: Sonstige,
sie ein wenig herum, spritzten sich gegenseitig nass waren quietschvergnügt. Ich ging zum Rand des Pools und stellte die Gläser der Reihe nach darauf. "Danke", kam es fast im Chor von den vier und ich grinste sie an, während sie sich wieder ihren Wasserspielen widmeten. So gut hätte ich es auch gerne gehabt, aber mich rief nun endgültig meine Arbeit und ich verschwand im Arbeitszimmer. Hier angekommen zog ich auch den inneren Vorhang zu, so leid es mir auch tat. Ich wusste genau, wenn ich das nicht tat, dass würde es nichts mehr mit arbeiten werden. Der Rest des Tages verlief ruhig, sehr ruhig. Ich hörte die Vier zwar noch ein paar Mal gedämpft lachen, aber war auch alles. Irgendwann hörte ich dann die Außentür zufallen. Dann ging auf einmal meine Tür vorsichtig auf und das Köpfchen von Christina erschien. "Danke Paps, war wirklich nett von dir uns so zu verwöhnen. Ach übrigens, die Mädels und ich würden gerne einmal eine Party in unserem Keller feiern. Bea hatte mich nämlich gefragt, ob es so etwas in diesem schönen großen Haus gäbe." Ich sah Christina an und mir kamen blitzartig ein paar Bilder in den Kopf. "Kar könnt ihr das machen, sag mir nur vorher Bescheid, damit ich ein paar Schätze vorher wegräume. Ihr müsst ja nicht unbedingt daran rumnuckeln. Einmal davon abgesehen mögt ihr das sicher auch gar nicht." "Klar Paps, wir wollen deinen geliebten Whiskey gar nicht. Wir wollen doch nicht, dass uns Haare auf der Zunge wachsen!" Damit verschwand sie wieder und ich blieb ... den Rest des Tages alleine. Die nächsten Tage hatte ich so viel zu tun, dass ich gar nicht richtig dazu kam, an etwas anderes zu denken, denn der Abgabetermin für mein neustes Werk rückte wirklich bedenklich näher. Immer wenn es in die heiße Phase ging, dann schottete ich mich vollkommen von der Außenwelt ab. Keine E-Mails mehr, kein Internet sofern nicht zur Recherche nötig. Ich ging nicht einmal ans Telefon. Nur kleine Pausen zum Essen und eine größere zum Schlafen, denn müde konnte man sich nicht konzentrieren. Zwei Tage vor dem Abgabetermin war das Buch fertig und ich fuhr zum Verlag, um es abzugeben. Immer wenn ich nach der Abgabe eines Romans nach Hause kam, ging ich in den Keller, suchte mir eine Flasche aus, goss mir einen großen Becher von dem edelsten Whiskey ein den ich gerade bevorzugte und ging damit wieder nach oben. Dann setzte ich mich in meinen Schreibtischsessel, machte mir Musik an und trank den Becher langsam aber sicher aus. Wie hieß es doch so schön: "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel?" Genauso war es auch bei mir. Während ich weiter an meinem Drink nippte, sah ich mir meinen Ideenpool an überlegte, was oder worüber ich als Nächstes schreiben sollte. Meistens stach dabei etwas heraus und das wurde dann mein nächstes Projekt. Ich sagte jedenfalls immer Projekt dazu, erst zum Ende hin wurde es dann ein Roman. Oftmals kam ich auch nicht über den Anfang hinaus, denn das vorher so gut ausgedachte Thema, hatte dann doch nicht so viel Substanz. Erst einen Tag ...