1. Lisa, Fluch oder Segen


    Datum: 29.03.2017, Kategorien: 1 auf 1,

    alten Eisen gehörte. Das schmeichelte meiner Seele. Es kamen noch zwei langsame Stücke, die wir noch mitnahmen, danach hatten wir keine Lust mehr und sind nach Hause gefahren. Wir waren beschwingt, hatte jeder ein paar Dinks zu uns genommen und waren entsprechend lustig. Selbst als wir im Taxi saßen, mussten wir kichern und waren albern. Auch Zuhause ging es nicht anders weiter. Beide hatten wir Hunger und schoben uns jeweils eine Pizza in den Ofen. Während die beiden langsam gar wurden, zogen wir uns etwas Bequemeres an und verkürzten damit die Zeit. Zu den beiden Pizzen servierte ich einen dunkelroten Chianti, den ich noch gefunden hatte. Er passte sehr gut zum Belag, der hauptsächlich aus Salami bestand. Als weitere Zutat hatte ich noch ein paar Peperoni darauf geschnitzt. Sie waren eher von der feurigen Art und verursachten zur Hitze der Pizza eine andere, die uns aufstöhnen ließ. Uns lief der Schweiß die Stirn herunter, trotzdem aßen wir alles auf und gossen dabei den Wein hinterher. Zum Glück war es entsprechend kräftig und kam gegen die starken Geschmäcker der Pizza an. Kaum hatten wir gegessen, ließen wir uns in den Stühlen zurücksinken und hielten uns die Bäuche, streichelten uns darüber. Um diese Zeit zu Essen war eigentlich nicht gut. Es lag einem schwer im Magen und würde uns davon abhalten einzuschlafen. Lisa sah mich an und ihr entfuhr auf einmal ein kleiner Rülpser. Sie legte sofort ihre Hände über ihren Mund, doch es was bereits geschehen. Wir sahen uns ...
    einen winzigen Moment an und mussten schallend lachen. Es war einfach die Situation gewesen und natürlich der Alkoholspiegel, der uns dazu brachte. Wir lachten, konnten uns kaum noch halten und konnten schwerlich damit aufhören. Uns liefen die Tränen über die Gesichter, als wir uns endlich beruhigten. Mehrmals schnieften wir unsere Rotznasen hoch und mussten dabei die ganze Zeit lang lächeln. "Onkel Ingo!", kam von Lisa, als es endlich wieder ging, "Das war ein toller Abend, ich hätte nicht gedacht, dass es so schön werden würde. Vielen Dank dafür!" Kaum hatte sie das gesagt, sprang sie auf, umrundete den Tisch, wobei sie sich festhalten musste und stellte sich vor mich hin. Hier beugte sie sich herunter und küsst mir auf die Stirn. Ich hob meinen Kopf, griff nach ihrem und drückte meine Lippen auf die ihren. Lisa machte keine Anstalt dazu, sich dagegen zu wehren. Im Gegenteil. Ihre zarten Lippen öffneten sich und unsere Zungen fanden einander. Sie umschlangen sich, rieben sich gegenseitig und erforschten den Mundraum des anderen. Wir konnten nicht mehr voneinander lassen, selbst nicht, als ich aufstand und wir uns erneut umarmten. Dabei drängte ich Lisa nach hinten weg, bis sie an die Küchenzeile stieß. Von hieraus konnte ich mit einem Arm das Radio erreichen, welches auch einen Eingang für MP3 hatte. Darin steckte ein Stick, auf dem meine Lieblingsstücke waren. Langsame, sehr melodische Stücke. Ein Druck auf die richtige Taste und schon erklang die Musik. Sofort zog ich Lisa ...
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