1. Der Tag am Meer


    Datum: 15.01.2017, Kategorien: Fetisch,

    -ACHTUNG- In dieser Geschichte gibt es sexuelle Handlungen mit Naturkaviar (menschlichem Kot), wer das abstoßend findet, ignoriert bitte die Geschichte- Lilja zog ihren Mantel enger zusammen und vergrub die Hände tief in den Taschen ihrer Jeans. Als sie vormittags in ihrer Heimatstadt losgefahren war, hatte die Sonne noch Wärme gespendet, aber hier, an der Küste, hetzte der raue Wind die grauen Wolken über sie hinweg und ließ das Meer schäumend wüten. Vor ihr lag, unbeeindruckt von den stürmischen Böen, ein Ball im Sand, das Leder löste sich bereits an einigen Stellen und er schien kaum noch Luft zu haben. Plötzlich fiel ihr ein Wort ein: "Bapsch". Erinnerungen aus ihrer Kindheit erschienen vor ihr, wie sie in ihrem Dorf auf zwei verrostete Tore Fußball mit den Jungs gespielt hatte. Einer davon, er hieß Ronny und war der beste Fußballer im Dorf, ja vielleicht sogar in der ganzen Gemeinde, nahm immer, bevor das Spiel beginnen sollte, den Ball und presste ihn prüfend zwischen den Händen, um dann den restlichen Kindern zu erklären, dass der Ball bapsch sei und aufgepumpt werden müsse. Dann ging er zu seinem Rucksack, nahm seine Ballpumpe heraus und pumpte mit kräftigen Stößen Luft in das Spielgerät. Ronny hatte ziemlich asoziale Eltern, die den ganzen Tag soffen und sich kaum um den Jungen kümmerten, er trug stets schmutzige Klamotten, die nach Schweiß und Zigaretten rochen und er sah ziemlich abgemagert aus. Die anderen Kinder beäugten ihm meist spöttisch und mieden ihn. Nur ...
    wenn es auf den Fußballplatz ging, musste er unbedingt dabei sein und alle rissen sich darum, mit ihm in einem Team spielen zu dürfen. Seine Fähigkeiten und seine Pumpe, die jedem bapschen Ball neues Leben einhauchte, machten ihn in diesen Momenten zum König der Kinderschar. Bapsch. Was für ein Wort. Wahrscheinlich wissen nur die wenigsten Leute, was es überhaupt bedeutet. Lilja nahm sich vor, es in zukünftigen Gesprächen öfter zu verwenden. Sie lächelte, es war das erste Mal an diesem Tag. Eigentlich waren es zumeist Gerüche, die ihr Erinnerungen an die Kindheit zurückriefen, aber der scharfe Wind zerstörte das salzige Aroma der Meeresluft, so dass sie in der Landschaft Anhaltspunkte suchte, die längst verloschene Erinnerungen aus Ostseeurlauben wiederbringen sollten. Aber jetzt, Mitte November, war die gesamte Szenerie in ein schmutziges, monochromes Blau getaucht und keine Menschenseele war zu sehen, nicht einmal das Schreien der Möwen war zu hören. Zu Zeiten, als ihre Eltern nur vor der Wahl standen, den Familienurlaub in den Sommerferien im Harz oder an der Ostsee zu verbringen und sie sich immer für das Meer entschieden, war Lilja jeden Sommer hier gewesen. Aber das war nunmehr über 20 Jahre her und seitdem auch die Bürger Ostdeutschlands die Wonnen der Reisefreiheit genießen durften, war sie auch Prinzip nicht mehr an die Ostsee gefahren. Dieses Meer erschien ihr lange wie ein Relikt aus längst überwundenen Zeiten. Eigentlich hatte sie das Hotelzimmer nur verlassen, um ...
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