1. Vivian


    Datum: 20.11.2016, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Du, ich glaub, ich muss mich mal kurz frisch machen". Was blieb dem armen Tropf übrig, als mit einem tonlosen Kopfnicken dieser Notwendigkeit Tribut zu zollen? Wusste er, dass er in diesem Moment verloren hatte? Er hatte längst verloren, er wäre nie Sieger geworden, so stellte sich das dar. Vivian glitt langsam vom Hocker, küsste den Karrieremöchtegern flüchtig auf die Wange und verabschiedete sich mit einem „ bis gleich" für immer. Die harten Nippel ihrer Brüste schabten ein wenig am Spitzen-BH, der Hintern straffte sich vom Abgleiten am Hocker, die Beine spannten sich, die gottseidank zuvor unter der Dusche noch frisch rasierte Pflaume schien zu tropfen, so geil waren ihre Gedanken. Vivians Herz raste; bei aller Erfahrung und Abgebrühtheit, die sie im Umgang mit One night stands sich erarbeitet hatte: So was war ihr noch nicht untergekommen. War alles ein Missverständnis? Würde sie gleich blöd unten stehen und völlig irr und wild in den Spiegel schauen, sich selbst für total bescheuert halten? Jede Brücke zum alerten Businessficker war abgebrochen. Würde sie, geil wie lange nicht, sich kurz selbst fingern solange keine andere Schickse reinkommt? Bewusst wie selten setzte Vivian Schritt vor Schritt, den Arsch im knappen Kleid so sinnlich hin und herschiebend, dass einfach jeder hinschauen würde -- und einer, nur einer: ER! Hinschauen musste! Roter Teppich bis zur Schwelle der Treppe, großer Auftritt: Vivian! Beherrscht im Willenlosen. Cool, aufrecht, sexy, zitternd vor ...
    Geilheit. Fast bereute sie für einen Moment, kein Höschen zu tragen, denn ihr lief es schon die Schenkel hinab. So stöckelte sie in den teuren, wunderschönen, jetzt ein wenig unbequemen Pumps die Treppe hinab, wusste nicht recht was tun, jetzt. In die Damentoilette gehen? Da würde er nie nachkommen! Eine Dame, welche die Toilette betreute, saß hinter ihrem Tischchen, kaute gelangweilt auf ihrem Kaugummi. Sie war Rastplatz, Anker, Rettung in dieser Sekunde. Vivian kramte in ihrer Clutch nach ein wenig Kleingeld, und eben als sie die Münzen zu einigen anderen auf den bereitgestellten Teller warf, hörte sie Schritte kommen, Männerschritte. Schon die Sohlen verraten Männerschritte, und auch der Rhythmus ist anders. Aus den Augenwinkeln sah sie ihn. Mr. Schaumichan. Sie drehte sich um, wie in Trance sah sie ihn an, sah er sie an, lächelte scheinbar bescheiden. Ihre Hände trafen sich, warme, zartgliedrige, dennoch feste Hände umfassten die ihren. Es waren keine Worte nötig. Es war alles gesagt, oben, in den Blicken. Hand in Hand betraten sie die Erfrischungsräume für Frauen. Schweigend, zügig, damit es keinen Ärger mit Nachkommenden gab, suchten sie eine der leeren Zellen auf, sperrten sofort hinter sich die Türe ab. Im Halbdunkel küssten sie sich, händehaltend, blind mit geschlossenen Augen, feucht, gierig, weich, gekonnt, fast lautlos wegen der möglichen Nachbarn. Und beinahe auf gleicher Höhe -- nun war es doch gut, dass sie die hohen Dinger angezogen hatte - standen sie eng ...
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