1. Französisches Spiel zu dritt 04


    Datum: 19.11.2016, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus,

    Empfang bei Hof aus als nach einem galanten Diner in kleinem Kreis, aber man weiß eben, was man dem noblen Rahmen schuldig ist. Der Marquis erscheint als einer der letzten, küßt der Gräfin galant die Hand und reicht dem Butler Cape und Zylinder. Im reichgeschmückten Spiegelsaal in der Beletage ist eine lange Tafel mit 24 prunkvollen Gedecken vorbereitet. Unter der strengen Anleitung des Butlers haben die 12 ausgesucht hübschen Mädchen in schwarzweißen Uniformen wertvolles altes Porzellan, kostbares Silberbesteck und glitzernde Kristallgläser in perfekter Ordnung arrangiert. Dem Butler entgeht nicht die kleinste Kleinigkeit. Er achtet ebenso darauf, daß das Besteck vollkommen symmetrisch angeordnet ist wie auf die winzigsten Details der Kleidung der Mädchen. Jede Naht ihrer schwarzen Seidenstrümpfe muß gerade sitzen, die polierten Lackstilettos dürfen keine trübe Stelle zeigen und die weißen gestärkten Schürzen oder Häubchen werden beim geringsten Fleck sofort ausgetauscht. Alles muß vollkommen sein! Amélie geht diese übertriebene Pedanterie auf die Nerven. Wie kann man nur so pingelig sein? Aber auf inständiges gutes Zureden von Marie-Claire fügt sie sich widerwillig, um das aufregende Fest nicht vorzeitig verlassen zu müssen. In der Garderobe im Nebenraum machen sich inzwischen schon die Escort-Girls bereit für ihren Auftritt. Unmaskiert und in ihren Straßenkleidern sind das große, schlanke, sehr junge Mädchen mit Modelmaßen, nach denen sich die Männer umdrehen. Aber nackt, ...
    mit High Heels und venezianischen Masken, strahlen sie etwas Geheimnisvolles, ja Mystisches aus wie bei einer okkulten Zeremonie aus einer längst vergangenen Epoche. Sobald alle Herren an der Tafel Platz genommen haben, zieht sich die Gastgeberin in ihre private Loge am Balkon des Saales zurück, damit die männliche Runde ganz unter sich bleibt. Man trinkt Champagner, österreichischen Riesling, französischen Rotwein aus Bordeaux zu Austern, Hummer Thermidor und Rinderfilet Wellington. Die uniformierten Serviermädchen haben viel zu tun, werden aber von den feinen Herren kaum beachtet. "Bei einem Stehempfang hat man weit mehr Möglichkeiten, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen als bei einem gesetzten Essen", bedauert Marie-Claire und denkt an den Empfang in der französischen Botschaft, wo sie der Marquis angesprochen hat. "Ob die Escorts wohl mehr Kontakt zu den Herren haben werden?", fragt sich Amélie. "Wir werden ja sehen!", fügt Marie-Claire mit einem wissenden Lächeln hinzu. Aus der Garderobe hört Amélie plötzlich böse laute Worte von einer Auseinandersetzung des Butlers mit den Mädchen: "Es ist immer dasselbe mit Euch Flittchen! Ihr seid einfach nicht zuverlässig! Wenn Ihre Erlaucht 24 Mädchen bestellt, weil sie 24 Herren eingeladen hat, könnt Ihr nicht einfach mit zwei Girls weniger kommen!" Er stürmt erregt aus dem Raum auf den Gang heraus. "Ich werde Madame Meldung machen!" Die Gräfin steht mißmutig von ihrem bequemen Platz in der Loge auf, um auf eindringliches Bitten ...
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