1. Die Schönen Jahre: Episode 02


    Datum: 17.11.2016, Kategorien: Berühmtheiten,

    schwarzen Haare. „Du könntest einen Detektiv engagieren..." Kenneth musste unwillkürlich lachen. „Naja, also zum einen gibt es circa drei Milliarden Frauen auf diesem Planeten. Davon kann man sicherlich ein paar ausschließen, aber da blieben wahrscheinlich immer noch über eine Milliarde übrig. Ich meine, es gibt keinen einzigen Anhaltspunkt, ich habe ja jahrelang unser Haus abgesucht. Kein Bild, nichts. Vermutlich war es eines unserer Hausmädchen, wir hatten allein dutzende im Verlaufmeines Lebens und mein Vater ist ja um einiges älter. Das zweite Problem ist, mein Vater ist reich und hat sehr viel Macht und Einfluss, ich werde höchstwahrscheinlich keinen Detektiv finden, der bereit ist gegen ihn zu arbeiten." „Aber Deine Mutter zu finden ist jetzt nicht so etwas wie eine Lebensaufgabe für Dich?" „Nein, nicht mehr. Eine Zeitlang wollte ich sie suchen, aber jetzt nicht mehr. Wenn ich sie finde: okay, wenn nicht: auch okay. Ich genieße jetzt mein Leben so gut es geht. Fußballspiele in ganz Europa, ich habe eine qualitativ sehr hochwertige DVD – Sammlung zu Hause und natürlich Mädchen." Penelope nickte zustimmend. „Das kann ich mir vorstellen, dass die Mädels in Berlin auf Dich abfahren. Du hast ein sehr hübsches Gesicht, Dein Lächeln ist süß und Du wirkst nicht sonderlich aufdringlich." „Ich bin auch intelligent und charmant. Und bescheiden." „Und witzig. Du hattest viele Mädchen, oder?" Kenneth verzog sein Gesicht. „Ich rede nicht gerne allzu konkret über mein Sexualleben. ...
    Ganz allgemein formuliert, glaube ich schon, dass ich einiges an Erfahrung sammeln konnte. Also, dafür, dass ich erst einundzwanzig bin." Sie schaute ihn an. „Und? Schon mal mit einer Latina zusammen gewesen?" „Noch nicht. Aber frag' mich morgen früh noch mal." Penelope warf ihren Kopf in den Nacken und lachte spielerisch. „Na, da testet aber jemand seine Grenzen." „Hey, wenn Du es nicht wirst, wird es halt das Mädchen, das mir gestern Abend ihre Nummer in die Hand gedrückt hat. Die Nummer zu ihrem – wie sie es nannte – „Booty Call – Handy"." „Das heißt, ich muss mich auch noch beeilen, wenn ich die erste sein will?" Sie lachte. „Da scheinen ein paar sehr direkte Mädchen in Berlin herumzulaufen." „Ich hoffe, die gibt es überall auf der Welt." Kenneth drehte seinen Kopf zu Penelope und schaute sie selbstbewusst herausfordernd an. „In meinem Hotelbett ist bestimmt noch Platz für so eine zierliche kleine Frau, wie Dich." Penelope biss sich auf die Unterlippe und schüttelte leicht ihren Kopf. „Wenn ich mit Dir in ein Hotel gehe, sind wir beide morgen auf der Titelseite jedes Klatschblattes in ganz Spanien. Sobald ich das Stadion verlasse, bin ich im Fokus der Boulevardpresse. Hier habe ich noch ein bisschen Ruhe." Es herrschte einen Augenblick lang schweigen. Die Spanierin schien nachzudenken und Kenneth schien sie nicht dabei stören zu wollen. Sein Blick wanderte ein weiteres Mal durch das Stadion, kaum dreißig Minuten war das Spiel vorbei und es war schon fast menschenleer. Nur ...
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