1. Eigentlich wollte ich nur Zigarette


    Datum: 14.07.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    zusammen. Wenn Ilona sich nun umdrehen oder Susi in den Rückspiegel sehen würde? Ich muss im selben Moment rot geworden sein. Charlotte löste ihren Griff und sagte im gleichen Flüsterton: "Du musst dich nicht genieren, wir haben keine Geheimnisse voreinander, die beiden wissen, dass ich verrückt nach dir bin." "Ja, aber", versuchte ich, leise zu antworten. Sie legte ihren Zeigefinger nun an meine Lippen. "Nichts: Aber!" Dennoch ließ sie von ihrem Vorhaben, es mit mir auf den Rücksitz zu treiben, ab. Wir hatten die Stadt schon hinter uns gelassen und Susi steuerte den See entlang durch einige Dörfer. An einer Kreuzung bog sie ab, um auf einer kleinen, wenig befahrenen Straße zu einer Anhöhe zu kommen. Über einen Waldweg, der nur für Anlieger und Forstfahrzeuge freigegeben war, kamen wir zu einem einsam gelegenen Haus, das, ringsum von hohen Buchenhecken umgeben, einem Fremden sicherlich nicht aufgefallen wäre. Auch das Eingangstor, das Ilona gerade öffnete, war so angelegt, dass es keinen Einblick in den Garten zuließ. Susi fuhr durchs Tor und um die Hecke herum und stellte den Wagen gerade ab, als Ilona vom Tor her kam. Ein üppiger, mit altem Baumbestand bewachsener Park tat sich vor uns auf, als ich das Auto verließ. Charlotte legte ihren Arm um mich und wir schlenderten zusammen über einen Weg bergauf durch die Bäume. Wo waren wir hier? Ich hatte nicht darauf geachtet, in welchem der Orte Susi abgebogen war. Dass es einen solchen Platz mitten in unserer zivilisierten ...
    Landschaft noch gab, überraschte mich. In Lichtungen wuchsen Büsche und saftige Wiesen mit wilden Blumen und Kräutern, die einen Duft aussandten, der den Rausch der Sinne noch stärker zu beflügeln vermochte, als die Umgebung es sowieso schon tat. "So muss das Paradies ausgesehen haben", dachte ich und sprach es halblaut aus. Charlotte kicherte leise. "Es ist zauberhaft, wenn du so verwundert bist, einfach süß. Ich liebe dich Johann und wünsche mir, dass du noch oft so kindlich staunen kannst. Es macht mich glücklich, dich so zu erleben." Ihre Stimme klang in dieser Umgebung, wie die einer guten Fee oder Nymphe. Je weiter wir durch das Baumdickicht vorankamen, um so mehr nahm zwischen den Blättern und Stämmen ein Gebäude Konturen an. Ein kleines, nur einstöckiges Sommerschlösschen stand eingesäumt vom Wald auf einem Plateau. Nur der Platz vor dem Haus war in drei Terrassen angelegt und hatte nur einzelne Sträucher und Blumenbeete. Jede der Terrassen wurde durch ein Sandsteingeländer mit Säulen von der darunterliegenden getrennt. An beiden Seiten führte eine Treppe zur nächsthöheren. Auf der Mittleren angekommen gingen wir auf eine Grotte zu, die, roh in den Felsen gehauen, eine Quelle in sich barg. Aus der felsigen Wand ran frisches, kühles Wasser. Diese natürliche Halle war angenehm kühl, die Luft duftete rein und frisch. Charlotte hielt ihre hohle Hand auf und füllte sie am Felsen mit Wasser. Sie gab mir einen Schluck zu trinken, verrieb den Rest dann über mein Gesicht. Ich ging ...
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