1. Eigentlich wollte ich nur Zigarette


    Datum: 14.07.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ließ mich in einem der Ledersessel nieder und begann, die Seiten durchzublättern. Es handelte sich um ein handgeschriebenes Buch in Leder gebunden. Es hatte im Laufe der Jahre sehr gelitten und das Papier war spröde. Die Tusche hatte sich tief eingesogen und es erschien so, als würde jede Linie einen leichten Schatten werfen. Verschiedene Zeichnungen und Symbole ergänzten den geschriebenen Text. Die Farben der Abbildungen waren an den meisten Stellen nur noch verblasst oder andeutungsweise vorhanden. Ich versuchte, eine Passage zu lesen, und stellte schnell fest, dass ich, zwar die gotischen Zeichen lesen, mit dem Verständnis der Wörter aber Probleme hatte. "Verstehst du das, was hier geschrieben steht?", wollte ich von Ilona wissen. "Nein dieses Buch ist in Mittelhochdeutsch geschrieben. Susis Spezialgebiet. Sie zeigt uns von Zeit zu Zeit die Bücher und übersetzt sie in unsere Gegenwartssprache. Sie hat schon Berge dieser Bücher quasi neu geschrieben. Wir sehen uns dann die Bücher an und lesen ihre Übersetzung dazu. Danach machen wir uns gemeinsam Gedanken zu dem Geschriebenen, und spielen beschriebe Situationen bisweilen durch, probieren Rezepte aus, kleiden, essen und trinken so, als ob wir in der Zeit lebten, in der die Texte entstanden sind." Ich wurde neugierig. "Was ist der Hintergrund dieses und der beiden anderen Bücher?", wollte ich wissen. "Grob umrissen, ist in den vorliegenden Bänden ein mittelalterlicher Kult beschrieben in dem Hexen und Hexenmeister zusammen, ...
    Rituale und freie gemeinschaftliche Sexualität betreiben. Es werden verschieden Kräutermischungen und -- Salben beschrieben, die das Gemeinschaftsgefühl unterstützen und fördern sollen. Einige der Mixturen sollen sogar Aphrodisiaka sein." Mir kam ein Gedanke, der in mir gemischte Gefühle auslöste. Sind die drei Frauen Hexen? Meine nächste Frage an Ilona hätte wohl so lauten müssen. Anstatt dessen blätterte ich in den Texten weiter und betrachtete die Bilder. Neben gezeichneten Gegenständen wie Mörser, Stößel und anderen Gerät, fand ich auch Darstellungen von eindeutigen sexuellen Handlungen, die, in feinen Tuschlinien gezogen, wie ein, Kupferstich wirkten. Auf einem der Bilder vergnügten sich eine Frau und ein Mann. Der Mann lag gefesselt am Boden sie hockte knieend auf seinem Schwanz und hielt ihm dabei Räucherwerk unter die Nase. Im Hintergrund waren verschiedene Werkzeuge abgebildet, die wahrscheinlich der Luststeigerung dienen sollten. Ich war immer der Ansicht solche Hilfsmittel seinen eine Errungenschaft unserer Zeit, aber hier tat sich auf, dass es unsere Vorfahren auch schon verstanden hatten, die 'Hohe Schule' der Erotik mit unterstützenden Gerätschaften zu praktizieren. Auf einem zweiten Bild lag eine Frau mit üppigen Haaren und weit gespreizten Beinen auf einem übergroßen Bett mit Baldachin. Sie streichelte ihre Brüste. Ihre Beine hingen über die Bettkante. Zwischen ihren Schenkeln saß am Boden eine andere Person, die wie ein Dienstmädchen gekleidet, sich an der ...
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