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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 14.07.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,
draußen zu werken. Als ich mit meinem Tablett mach draußen kam, hatte sie eine Decke aufgelegt und ein kleines Blumengesteck aus der Tasche gezaubert. "Das ist die erste Maßnahme gegen deinen verstaubten Junggesellenhaushalt. Weitere werden folgen", gab sie bekannt. "Na, da bin ich mal gespannt." "Wann bist du denn heute Nacht gekommen?", wollte ich von ihr wissen, als wir unser Frühstück begannen. "Es war so gegen eins. Du lagst in voller Montur auf deinem Bett, alle Lichter brannten und die ganze Wohnung roch nach Knoblauch und Alkohol. Ich musste zuerst einmal Durchzug machen, um wieder atmen zu können. Danach zog ich dir die Schuhe ab und versuchte, dich unter die Decke zu schieben. Das war nicht ganz einfach." Ich habe sie dabei ungläubig angesehen, den Kopf geschüttelt und, nachdem sie ihren Satz beendete, zu erklären versucht: "Ich war bei Jorgos zum Essen, er hat mich gestern regelrecht abgefüllt. Mir fehlt sogar die Erinnerung daran, wie ich nach Hause gekommen bin. Dementsprechend hatte ich heute Morgen einen dicken Schädel. Doch jetzt geht's wieder." "Siehst' noch ein wenig blass aus, aber da weiß ich Rat." Sie holte ihre Handtasche, kramte darin, bis eine kleine Glasflasche zum Vorschein kam. "Mach den Mund auf", und schon ließ sie über ihre Handfläche einige kleine weiße Kugeln auf meine Zunge rollen. "Lass sie einfach auf der Zunge zergehen." Eigentlich war es schon zu spät, ich hatte die Dinger ja bereits im Mund. Trotzdem fragte ich noch: "Was ist das?" ... "Was Homöopathisches, das hilft immer!", war ihre knappe Auskunft. "Du solltest noch etwas gegen den Knoblauchgeruch tun. Jorgos hat dich wohl nicht nur mit Wein, sondern auch übermäßig mit Knoblauch gefüttert. Hast du Milch oder besser noch Kaffeesahne da?" "Milch ist im Kühlschrank. Ich glaube bei den Konserven steht noch eine Dose Kondensmilch, tut die's auch?" "Kondensmilch ist gut, hol die mal her", sagte sie, und ich war schon unterwegs. Mit dem Dosenöffner stieß ich zwei kleine Löcher in die schon angestaubte Büchse. "Bring noch ein Ei, eine Tasse, ein Glas und einen Kaffeelöffel mit", rief mir Charlotte von draußen her zu. Alle Anweisungen befolgend stand ich mit den georderten Utensilien wieder am Tisch. Sie schlug das Ei auf, teilte das Gelbe in die Tasse, das Weiße ins Glas. Das Eigelb übergoss sie mit der Dosenmilch und vermischte es. "So, das ist dein zweiter Frühstückstrunk." "Das soll ich trinken?" "Na klar, in einer halben Stunde merkt niemand mehr, dass du gestern geknobelt hast." Mehr würgend als genießend ließ ich einen Schluck nach dem Anderen durch meine Kehle fließen. Charlotte sah mich dabei mit einer Portion Schadenfreude an, griff aber wie zum Trost unter dem kleinen Tisch hindurch zwischen meine Beine. "Der hat keinen Schaden genommen?", erkundigte sie sich. "Ich weiß nicht, aber wenn der große nicht so ganz fit ist, schließt sich der Kleine meist dem Zustand an. Probiert hab ich's heute noch nicht." Die Glocken der nahegelegenen Kirche begannen, zu ...