1. Drakan: Rynn's First Adventure 02


    Datum: 10.02.2018, Kategorien: Berühmtheiten, Autor: byKaris, Quelle: Literotica

    Dieses Mal bedarf es keines langen Einleitungstextes, außer natürlich der Danksagung an meinen stets loyalen LektorParttime -------------------------------------------------- Drakan: Rynns erstes Abenteuer II 3. Das Mädchen und der Klingenmeister Als Rynn, die Adeptin der Schwertkunde, Heledd vor einer Stunde verlassen hatte, hatte die Sonne noch wie eine blank polierte Goldmünze am Firmament gestrahlt. Inzwischen jedoch war sie mehr und mehr ihrem Bett entgegen gesunken und ihr spärlich werdendes Licht hatte sich zu dem blutigen Orange der Abenddämmerung gewandelt. Der Pfad, auf dem sie zum Wasserfall gelangt war und der ihr nun auch als Heimweg diente, wand sich gleich einer riesigen, fest getretenen Schlange durch den Wald, welcher den Norden und Westen des Tals beherrschte und bis an die Grenzen des Dorfes heranreichte. Die Luft kühlte sich durch die aufziehende Düsternis fühlbar ab und die schwarzen Schatten seitlich des Pfads wurden immer tiefer und undurchdringlicher. Hatte der Wald am lichten Tage noch idyllisch und zauberhaft ausgesehen, so änderte sich dieses nun rasch, denn das sich ausbreitende und zunehmende Zwielicht verwehrte die weite Sicht und verheimlichte die Dinge, die nach Anbruch der Finsternis im Gesträuch vor sich gehen mochten. Von allerlei Unheilbringenden und gräulichen Begebenheiten munkelten die Einheimischen da, wenn sie sich des Nachts um die Kamine und Feuerstellen geschart hatten und von beklemmenden Beobachtungen und vermeintlichen ...
    Erlebnissen außerhalb ihrer Siedlung berichteten. Glaubte man all ihren Erzählungen, so musste sich ein gesamtes Bestiarium an fürchterlichen Kreaturen zwischen jenen Bäumen tummeln, von denen die meisten erst erwachten, sobald sich der Mantel der Dunkelheit über das Land gelegt hatte. Rynn kannte diese Geschichten zur Genüge und maß ihnen nicht sonderlich viel Wahrheit bei. Sie stammte selbst aus einem eher unscheinbaren, kleinen Dorf, dessen Leute ebenfalls anfällig für jedwede Art von Spuk waren. Auch wusste sie, dass die schrecklich ausgeschmückten Schilderungen oftmals das Werk von Aufschneidern und Scharlatanen waren, die zwar mit Worten umgehen, aber für echte Arbeit kaum zu gebrauchen waren. Und wenn es sich nicht um Großtuer und Maulhelden handelte, so war häufig die eigene Ahnungslosigkeit der einfältigen Redner und ihrer Zuhörerschaft schuld. Sicher war es nicht klug im Dunkeln durch den mitternächtlichen Hain zu lustwandeln, doch die Gefahr eines verstauchten Knöchels war deutlich höher, als die Fährte eines streunenden Scavangers zu kreuzen. Rynn konnte die Unbedarftheit dieser Menschen verstehen, aber zugleich auch belächeln. Der Aberglaube war stark verwurzelt in den Traditionen der ländlichen Bevölkerung und würde nie gänzlich entschwinden, dafür wurde er zu gut genährt. Die Oberhäupter und Magistrate der Ortschaften, die selbst zumeist selbst eine weltgewandte Bildung besaßen, waren sich sehr wohl klar darüber, dass eine abergläubische Gemeinschaft leichter unter den ...
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