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Hexenring 4
Datum: 08.01.2018, Kategorien: Hardcore,
es mir Spaß. Jeder weiß, wie gut es einem tut, man ist danach zufrieden, ruhiger und fühlt sich frei. Kann es etwas Positiveres geben? Außerdem wirkt es wie ein Verstärker. Bei uns beiden geht deine Kraft von dir auf mich über und kann meine geradezu vervielfachen.“ Irgendwie war ich nach den Antworten fast genauso schlau wie vorher. Sie war halt keine Frau, die viele Worte machte. Vieles hätte ich gerne ausführlicher erklärt bekommen aber es sah aus, als wenn das nicht mehr folgen würde. „Eine Frage noch?“, sagte ich, nachdem ich ihre Worte in mich aufgesogen hatte. „Kann man das lernen?“ Sie grinste mich an, sagte dann aber: „Mit der Magie ist das so eine Sache. Entweder man kann es spüren und lenken, oder nicht. Es ist eine angeborene Sache, die bei jedem da ist. Nur muss man es wecken. Es steckt in jedem Menschen drin, nur wissen es die meisten nicht. Aber lernen kann man es in dem Sinne nicht. Es ist, wie mit den Ohren wackeln. Die Muskeln dafür sind bei allen da aber trotzdem kann es nicht jeder.“ „Gut“, sagte sie, „Ich sehe schon, dass dir meine Antworten nicht gefallen, also werde ich mal ein Experiment mit dir machen, denn anscheinend siehst du in mir wirklich so was wie eine Hexe. Zumindest im herkömmlichen Sinne. So mit Besen oder Verwandlung in ein Tier. Oder anders gesagt, ich werde dir eine Hexe zeigen!“ Jetzt war ich es der erstaunt schaute. Wie wollte sie das nun wieder machen oder woher sollte diese Hexe jetzt kommen. Ich konnte mir einfach nicht ... vorstellen, dass in wenigen Augenblicken eine solche durch das Fenster geschwebt kam und uns begrüßte. Nein, es kam auch keine, stattdessen stand Klara auf und ging in die Küche. Zurück kam sie mit einem grünen Büschel großer, grob gezahnter Blätter, die an kantigen Stängeln hingen. Außerdem war alles klebrig behaart. Dazu waren an den Enden noch schmutzig-gelb und dunkelbraun geäderte Blüten, die beim Näherkommen unangenehm rochen. „Da hast du deine Hexe!“ Sagte Klara und ich wusste wirklich nicht, was sie damit meinte. Dieses Unkraut sollte etwas damit zu tun haben. Unscheinbar, wie es war, lag es vor mir und machte einen eher traurigen Eindruck. „Es wächst auf fast jeder Schutthalde, man muss es nur suchen. Und übrigens, du hast gerade einen Tee davon getrunken!“ Wie vor den Kopf geschlagen sah ich die Tasse an. Meine Tasse, die ich schon vor kurzer Zeit gelehrt hatte. War mir nicht schon der etwas seltsame bittere Geschmack aufgefallen? Eigentlich hatte ich es nur getrunken, um Klara nicht vor den Kopf zu stoßen. Doch nun war es zu spät. Was immer es auch gewesen war, es war jetzt in mir drin und ich musste wohl oder übel damit leben. Wie immer hatte Klara mich überrascht und wahrscheinlich schon geahnt, warum ich hier war. Langsam drehte ich meinen Kopf in ihre Richtung. Irgendetwas tat sich in mir. Nur langsam, aber nicht mehr aufzuhalten. Irgendwann machte ich dann einen kurzen Moment meine Augen zu, so schwer wurden meine Lieder, doch schnell öffnete ich sie wieder, denn der ...