1. Liebe, Tod und Neuanfang


    Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,

    zuließen, stellte sich vor mich und gab mir einen Kuss auf die Nasenspitze. Obwohl sie geduscht hatte, roch sie nach dem Parfüm. Wahrscheinlich trug sie immer ein Fläschchen davon mit sich herum. Anders konnte ich es mir nicht erklären. Dann sah sie sich auf dem Frühstückstisch um und schnalzte mit der Zunge. "Mmmmh sieht superlecker aus. Das kann man sich nicht entscheiden, was man esse soll. So viel zur Auswahl. Ich werde mein Brötchen vierteln müssen." Ich hätte nie gedacht, dass eine kleine Person wie sie, so viel essen könnte. Da kam ich fast nicht mit. Das Gute daran war, dass ich sehen konnte, dass sie keinerlei Einschränkungen hatte, was das Essen anging. Es war eher erstaunlich, wie sie aß. Ich zog es vor, eher geordnet vorzugehen. Die Brötchenhälfte wurde sorgsam geschmiert, die Butter in jeden Winkel verteilt und ordentlich belegt. Man hätte es ein Beamtenbrötchen nennen können. Vollkommen akkurat. Dazu wurden die ersten zwei Brötchen mit Wurst und die nächsten mit Marmelade gegessen. Bei Eva war das anders. Vielleicht als eine Art Ausgleich für ihren Beruf. Als Sekretärin wurde Ordnung vorausgesetzt. Ihre Brötchen waren unordentlich belegt und sie aß alles durcheinander. Ich sah das erst Viertel, mit Lachs, in ihr verschwinden. Dann folgte ein Honigviertel, dem wiederum eines mit Mettwurst. Rührte ich sorgfältig meinen Kaffee um, reichten bei ihr zwei Umdrehungen. Es war so wenig, das sich nicht einmal die viele Milch darin richtig verteilte. So löste sich sicher ...
    der reichliche Zucker nicht auf, der darin versenkt worden war. Aber egal, es war interessant ihr dabei zuzusehen. Was nicht an Eva selber lag, sondern weil ich Menschen generell gerne dabei beobachte, wenn sie etwas tun. Das konnte ich als Kind bereits gut. Wenn zum Beispiel Straßenbauarbeiten waren, konnte man mich garantiert in der Nähe finden. Nach dem vierten Brötchen, jawohl, vierten, stöhnte sie auf und ließ das letzte kleine Fitzelchen vom vierten Brötchen sinken. "Ich kann nicht mehr!", sagte sie und stöhnte ein weiteres Mal auf. "Ich bin gesättigt, da passt nichts mehr hinein!" Dabei rieb sie sich den Bauch. Ich grinste sie an und sie zurück. "Ehrlich, ich habe eine Plauze, als wenn ich schwanger wäre. Schau mal!" Sie stand auf kam zu mir und ich drehte mich in ihre Richtung. Sie öffnete den Gürtel und hob das Oberteil hoch. Und tatsächlich, darunter kam eine kleine Kugel zum Vorscheinen, die gestern nicht da gewesen war. Ich musste noch stärker grinsen, denn ich hatte bereits Ähnliches gesehen. Die Buschmänner in Afrika machten es ähnlich. Wenn sie etwas gefangen hatten, aßen sie davon so viel, wie sie konnten, denn sie hatten keinen Kühlschrank und hatten es nicht gelernt, etwas haltbar zu machen. Wenn sie sich alles verputzt hatten, denn sah es bei ihnen ähnlich aus, wenn auch noch ausgeprägter. Als Eva dort vor mir stand, konnte ich es nicht lassen und legte eine Hand auf die Kugel. Dann streichelte ich ihr darüber und grinste weiter in mich hinein. "Ja, grins ...
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