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Spieglein, Spieglein ...
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
drückte. Warm und weich empfingen mich ihrer beiden Halbkugeln. Sicher nicht mehr so fest wie bei Klara, aber vom Kleid hochgedrückt, immer noch eine wunderbare Erscheinung. Tief sog ich ihren Duft, vermischt mit den Aromen des Parfüms ein. Eine Kombination, die hier wirklich anders roch. Intensiver, herausfordernder, ja fast animalisch. Woher es kam, konnte ich nicht sagen, aber es machte mich an. Länger als nötig blieb ich in dieser Stellung. Ich wollte sie nicht gleich aufgeben und Klaras Mutter war ebenfalls nicht daran interessiert, mich sofort wieder gehen zu lassen. Sie hielt mich eisern fest, wollte, dass ich noch blieb. Mehrmals atmete sie tief durch, und immer wenn sich ihr Brustkorb mit Atem füllte, rutschte ich noch einige wenige Millimeter tiefer dazwischen. "Nun, wie ist euer Urteil?", kam von ihr und sie ließ mich fast widerwillig los. Trotzdem blieb ich noch für wenige Sekunden, wo ich war, genoss die zarte Haut, die sich gegen mein Gesicht drückte. Einmal holte ich noch tief Atem und löste mich aus dem süßen Gefängnis für meine Nase. Tief sah ich ihr in die Augen und stöhnte gespielt auf. "Keiner Frau außer euch würde es besser stehen. Schade nur, dass ich es euch nicht überlassen kann. Es ist eine Einzelprobe, die nicht verkäuflich ist. Der Parfümeur hat sie mir nur im Vertrauen überlassen. Er nennt es selber sein Meisterwerk!" Man konnte geradezu sehen, wie Klaras Mutter in sich zusammensackt, als sie es hörte. War sie zuvor gewachsen, schrumpfte sie ... jetzt wieder ein. Doch so schnell wollte sie nicht aufgeben. Eine neue Entschlossenheit trat in ihren Gesichtsausdruck. Sie war so weit gekommen, jetzt wollte sie ihren Lohn, kost es, was es wolle. "Ihr könntet es doch verloren haben. Würde diese Ausrede nicht zählen, ich meine, er würde euch zwar gram sein, aber jeder hat schon Mal etwas verloren oder nicht? Überlegt es euch noch einmal, ob ihr diese Möglichkeit nicht in Erwägung ziehen könntet. Immerhin würde ich mich erkenntlich zeigen!" Kaum hatte sie diesen Satz ausgesprochen, wandte sie sich ab und ging zu einem der Spiegel, die uns gegenüber hingen. Da der Spiegel nicht bis zum Boden reichte, hatte man ein niedriges Tischchen davor gestellt. Direkt davor blieb Klaras Mutter sehen und hob ihre eine Hand, in der sie noch immer das Fläschchen hielt. Nachdenklich betrachtete sie die begehrte Flüssigkeit, die sichtlich hinter dem Glas hin und her schwappte. Sie drehte das Fläschchen einmal hin und her, wobei sich im Schliff des Glases noch einmal das Licht brach. Es funkelte wieder mehrmals auf und schien den Entschluss, den sie sicher schon zuvor getroffen hatte, nur zu beschleunigen. Mit einer Hand stützte sie sich auf dem Tischchen ab und beugte sich langsam immer weiter herunter. Fast waagerecht heruntergebeugt stand sie wenige Sekunden später vor dem Spiegel und konnte mich über diesen gleichzeitig ansehen. "Gibt es etwas, was euch dazu bewegen könnte, das Fläschchen zufällig bei mir zu verlieren und es nicht bemerkt? ...