1. Auf der Flucht - Der Ausbruch Teil 01


    Datum: 18.10.2016, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    sie aussagte, aus missverstandener Solidarität, kam sie bei dem Prozess mit einer Ermahnung vom Richter davon. Aber nachdem die Kohle, die sie beiseite geschafft hatten, verbraucht war, musste sie wieder auf dem Strich anfangen. Der Ruf ihres Bruders sorgte dafür, dass keiner der anderen Zuhälter versuchte sie abzugreifen. Auch sorgten die ehemaligen Freunde ihres Bruders für einen gewissen Schutz, sollte es mal Probleme geben. Dafür versorgte sie ihren Bruder mit allem, was er im Knast brauchte. Heute war wieder so eine Nacht, die sie haste. Lauter Besoffene nach dem Fußballspiel unterwegs und wohl kein gutes Geschäft zu machen. *** Circa zur gleichen Zeit, als Ingrid ihren Arbeitstag begann, erhielt Hauptkommissar Edgar (Ede) Schäfer einen Anruf. Wie von der Tarantel gestochen sprang er von seinem Stuhl auf und schaute mit großen Augen aus dem Fenster in die Frankfurter Nacht. Der Name „Holger Bender" ließ ihn so spontan reagieren, dass ihn sein Kollege, der am Tisch gegenüber saß, unverständlich ansah. Holger Bender hatte ihn fast zwei Jahre seines Lebens beschäftigt, um ihn zu überführen. Als er an den Aktenschrank ging, brauchte er eigentlich nicht die Akte, denn er kannte sie fast auswendig. Er reichte seinem Kolegen Herzog die Namen und Daten der beiden anderen flüchtlige, nachdem er ihn über den Ausbruch aus der Strafanstalt aufgeklärt hatte. Ede ging im Kopf noch einmal seine Infos zu Bender durch. Holger war mit 20 in der Szene aufgetaucht, als er seine zwei ...
    Jahre jüngere Schwester auf den Strich schickte. Bald schon schleppte er die ersten Mädels aus Osteuropa an, die er auf brutalste Weise zum Anschaffen zwang. In kürzester Zeit hatte er sich eine Organisation aufgebaut mit Leuten, die ihm zugearbeitet hatten. Einmal im Monat reiste er zu verschiedenen Orten in Osteuropa, wo er sich als Arbeitsvermittler für Kindermädchen, Bedienungen oder Pflegerinnen für Privatleute ausgab. Zuträger vor Ort organisierten die Treffen mit den Opfern. Andere übernahmen die Schleusung der Frauen nach Deutschland und übergaben sie an Strohmänner, die für Unterkunft und Versorgung zuständig waren. Er selber nahm ihnen nicht nur die Ausweise ab, sondern auch ihre Würde und das Selbstvertrauen. Er ging äußerst brutal mit den Frauen beim sogenannten Einreiten um. Zwei bis drei Frauen im Monat fielen so in seine Hände. Wenn eine seiner Meinung nach nicht richtig spurte, ließ er im Hinterzimmer einer Kneipe mal eben ein Dutzend Kerle über das arme Mädchen drüber rutschen. Danach sammelte seine Schwester das sogenannte Fickfleisch ein, versorgte sie und päppelte es auf, damit sie wieder anschaffen Konten. Sie brachte ihnen dann auch das nötige Wissen bei, um auf der Straße klarzukommen. Nach zwei drei Monaten verkaufte er die Frauen dann an einen Puff oder einen anderen Zuhälter. Als sein Kollege mit den Infos zu den beiden Anderen flüchtigen zurückkam, überschaute er die Täterprofile. Dieter Körner hatte drei Frauen in einem Stadtpark überfallen und ...
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