1. Der neueste älteste Look


    Datum: 11.07.2018, Kategorien: CMNF, Autor: Fkkler34, Quelle: Schambereich

    Ressourcen seien Duschen und Badewannen nun an separate Leitungen angeschlossen worden, die nur begrenzt Wasser zur Verfügung stellten. Somit fiel Duschen an diesem Abend flach, und das obwohl das Thermometer diesen Juli täglich höher kletterte. Abends stellte sie dann noch befremdet fest, daß einige staatlich produzierte Werbespots die Schönheit haariger Achseln und unrasierter Beine anpriesen. Diese Spots waren am nächsten Tag im Büro natürlich Thema Nummer 1. Ihre Kollegin Sandra witzelte noch, daß das doch alles nur ein seltsamer Spaß sei, den sich irgendwelche Grünen da hätten einfallen lassen. "Und warum sind dann hier fünf Bürokräfte versammelt, die heute morgen offensichtlich nicht geduscht haben?" konterte Jenny. "Wegen der Umwelt" tönte plötzlich ihr Chef, der bemerkt hatte, daß niemand ans Arbeiten dachte. Damit war die Debatte vorläufig beendet. Am Freitag bemerkte sie dann, daß ihr das Haarspray ausging, außerdem wurde es immer schwieriger aus der Parfümflasche noch ein paar Tropfen herauszuquälen. Trotzdem donnerte sie sich noch einmal so richtig auf, schließlich wollte sie heute ja Klaus treffen. Umso härter traf es sie dann, daß der Türsteher der Disco meinte, so aufdringlich parfümiert und mit der ganzen Farbe im Gesicht dürfe er sie nicht mehr hereinlassen. Tatsächlich standen einige ungläubig bis verzeifelt dreinschauende Mädels vor verschlossenen Türen und auf dem Parkplatz. An diesem Abend ging sie heim und heulte. Doch damit war die Sache noch nicht ...
    beendet. Als sie am Montag ungeduscht und zum ersten Mal ungeschminkt das Haus verließ, stieg sie nichtsahnend in den Bus, eine Station später ein 20jähriges blondes Mädel, das Montags immer in die Berufsschule musste. Christine, das blonde Mädel, hatte an diesem Morgen ein gelbes Top und eine weite Schlagjeans an, so daß Jenny erst, als sie sich gegenübersaßen feststellte, daß Christine keine Schuhe anhatte. "Ist heute ja auch das richtige Wetter für barfuß" kicherte Jenny. "Ach hör bloß auf, das ist doch total zum kotzen! Jeden zweiten Tag ändern diese Idioten zur Zeit die Schulordnung!" - "Was soll das denn heißen?" - "Na denkst du, ich hab mich heute absichtlich nicht gestylt?" So langsam bekam Jenny es mit der Angst zu tun. Das hörte sich schon beinahe wie so eine Verschwörung an mit dem Ziel, die Welt in eine Art Hippiekommune zu verwandeln. Tatsächlich waren auch die anderen zugestiegenen Frauen ausnahmslos barfuß, was in Kombination mit Businesskleidung etwas seltsam aussah. Im Büro war alles noch beim alten, aber auf dem Nachhauseweg riefen ihr zwei junge Frauen nach, daß High-Heels doch out wären und sie gefälligst keinen solchen Krach beim Laufen machen solle. Am nächsten Morgen wies sie der Busfahrer dann darauf hin, daß er sie aus Sicherheitsgründen mit diesen Stilettos nicht transportieren dürfe, woraufhin sie ihre Schuhe wutentbrannt in den Abfalleimer schleuderte. Während der Fahrt munterte sie Christine damit auf, daß das so schlimm ohne Schuhe gar nicht wäre, im ...