1. Das erste Mal. Fünf in Deutsch.


    Datum: 02.11.2016, Kategorien: Erstes Mal, Reif, Tabu,

    Mangelhaft Plus. Eine fünf hatte ich genau einmal in meiner Schulzeit. Es war diese eine Arbeit in Deutsch. Dann hagelte es noch eine 4- in Mathe ... irgendwie nicht mein Halbjahr. Sonst stand ich immer zwei bis drei Notenstufen höher, aber in diesem Halbjahr ... ging irgendwie gar nichts. Wenn ich wenigstens zu wenig gelernt hätte oder so, dann hätte ich einen Grund gewusst, aber so war mir alles völlig schleierhaft. Plötzlich ging es dann auch um alles: Würde ich die Versetzung schaffen? Ist das Gymnasium die richtige Schulform für mich? Hab ich zu wenig getan? Nichts schien mehr sicher. Nunmussten die nächsten Arbeiten gut werden und Nachhilfe war natürlich Pflicht - zumindest in Deutsch. Nun bot sie die Lehrerin selbst an. Ich sollte mehr ins Schreiben kommen, hieß es von der Frau, die auch eigentlich ganz nett war. Recht jung, kurze schwarze, gelockte Haare, sinnlicher Mund und ein süßer franzöisicher Dialekt, durch den sie manchmal dem heimlichen Spot meiner Mitschüler ausgesetzt war. Mir war das egal. Zu Beginn der Nachhilfe war sie einfach nur die, die mir die fünf gegeben hatte und ich wusste noch immer nicht, wieso. Das Thema der nächsten Arbeit würde indirekte Rede sein. Was war also zu tun? Dialoge in indirekte Rede formen. Welche Dialoge? Egal. Dann war es einfach; ich nahm einfach meine Lieblingsfilme: Herr der Ringe, Star Wars und so weiter. Ich fand es cool und sie erlaubte das. Ich schrieb also los und als ich drei Dialoge umgeformt hatte, ging ich zu ihr. ...
    Am Ende der Stunde sagte sie mir, das wäre schon sehr gut, aber sie würde auch gern noch eine Unterrichtseinheit machen und wann ich denn Zeit hätte. Das war auch schon vorher alles abgesprochen und niemand dachte sich etwas dabei. Der Termin wurde gefunden. Nach der fünften Stunde trafen wir uns - sie hatte angeboten mit gleich mitzunehmen, dass ich dann danach mit dem Bus nach Hause fahren könnte. Dann müsse ich nicht noch extra fahren. Das war recht praktisch organisiert. Auf der Autofahrt zu ihr sprachen wir etwas. Ich wurde gelobt für die gute Leistung bei meiner Nachhilfearbeit und sie sagte gleich, dass sie gern mehr davon sehen würde. Für mich war das kein Problem - wann hatte man schonmal die Gelegenheit, die Filme die man mag, für Strafarbeiten, und so empfand ich diese Nachhilfe, zu nutzen? Ich willigte ein. Sie fand es gut, dass ich so kooperationsbereit war, erklärte sie mir, als wir ausstiegen und in die Wohnung gingen. Ob ich denn auch alles geben würde, um wieder aus den schlechten Noten zu kommen. &#034Natürlich&#034, sagte ich und vermutete nichts dahinter - damals war ich recht naiv. Es war eine typische Singlewohnung - klein, aber irgendwie auch charmant. Ich solle mich auf die Couch niederlassen und sie hole was zu trinken, erkärt sie. Ich setzte mich hin und kramte die Schulsachen raus. Sie kam wieder und erklärt, dass es nicht nötig sei. &#034Es geht mir heute um was anderes&#034, erklärte sie mir. &#034Ich frag mich immer wie es zu der Note kam. Bist du ...
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