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Spieglein, Spieglein ...
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
sehen, was sich machen lässt. Was würdest du denn am liebsten hören?" Klara überlegte einen Moment. Dann sagte sie: "So etwas in der Art, wie ihr mir vorgelesen habt. Etwas für das Herz aber auch noch mehr. Sucht selber aus und entscheidet für mich!" Na toll. Wie hieß das noch in einer alten Fernsehwerbung. Überrasch mich! In diesem Fall war es aber auf Essen bezogen. Später schlief Klara wieder ein wenig und ich machte mich auf die Suchen nach entsprechenden Geschichten. Romantik war weniger oft vorhanden wie alles anderes, aber nach einigem suchen, fand ich, was ich brauchte. Ich zog sie auf meinen E-Book Reader. Klara konnte mich nicht sehen, von daher sah sie auch das Gerät nicht. Als ich wieder zurückkam, saß Klara wieder aufrecht in ihrem Bett. Damit sie merkte, dass ich wieder da war, hüstelte ich einmal und ihr Kopf ruckte sofort in meine Richtung. "Da seid ihr ja wieder! Ich hatte schon befürchtet, dass ich heute nichts mehr von euch hören würde. Es war sicher nicht einfach solche Romane zu bekommen. Bücher sind ja so teuer!" Ich musste grinsen. Bücher. Ich mochte sie lieber als das Internet, aber man musste mit der Zeit gehen. "Was kann ich dir den vorlesen. Ich habe fünf Geschichten mitgebracht!" Da ich den Inhalt in etwa kannte, gab ich eine kleine Übersicht über die Texte, verriet natürlich nicht zu viel. Die Spannung sollte ja erhalten bleiben. "Fangt einfach mit der Ersten an, da ich mich damit nicht auskenne!" Während sie dies sagte, rückte sie in ihrem ... Bett etwas hin und her, machte es sich so bequem wie möglich. Kaum war dies geschehen, sah sie wieder mit großen Augen in meine Richtung und meinte mit gehauchter Stimme: "Ihr könnt anfangen!" Also fing ich an. Dieses Mal stockte ich nicht, wenn ich an besagte Stellen kam, sondern las einfach weiter. Dabei hielt ich den Reader so hoch, dass ich über den Rand hinweg immer wieder zu Klara blicken konnte. Wie schon einmal hatte sie ihre Augen geschlossen und lauschte aufmerksam meinen Worten. Kam ich an die entscheidenden Stellen, wurde sie aktiv, was man gut erkennen konnte. Ihre Arme wanderten regelmäßig über ihren ganzen Körper und erforschten diesen. Bei einigen Stellen verharrte sie allerdings und lauschte umso aufmerksamer. Dann kräuselte sich ihre Stirn und sie sah nachdenklich aus. Kurz vor Ende der ersten Geschichte stöhnte Klara wieder auf, dieses Mal etwas lauter als zuvor, wobei ihr Körper angespannt wirkte. Als die Geschichte zu Ende war, lehnte sie wieder entspannt gegen das Kissen. Als ich den letzten Satz beendet hatte, öffnete sie ihre Augen und fragte mit belegter Stimme: "Christoph, sagt, machen Menschen so etwas miteinander. Es kommt mir seltsam aber auch erregend vor. Oder habt ihr es gar selber schon gemacht?" Ich überlegte einen Moment. Klar kannte ich das alles, auch aus eigener Erfahrung. Doch ich wollte so vorsichtig wie immer mit ihr umgehen. Doch auch hier war die Wahrheit die beste Alternative. "Ja, Menschen machen so etwas, und auch ich habe es schon ...