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Spieglein, Spieglein ...
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
sie stark und ich konnte hören, wie ihre Zähne leise gegeneinander schlugen. Das konnte man nicht simulieren, von daher ging es ihr wirklich schlecht. Also setzte ich mich ganz vorsichtig auf den Bettrand und schob sie so auf die Kissen in ihrem Rücken, dass sie wieder aufrecht saß, wobei sie es mit sich machen ließ, als wenn sie eine Puppe war. Die Decke rutschte noch weiter herunter und ließ jetzt ihren ganzen Oberkörper frei. Das Nachthemd war wirklich vollkommen durchnässt, und jetzt konnte ich sehen, wie sich ihre Brustwarzen deutlich durch den fast durchsichtig gewordenen Stoff abzeichneten. Auch wenn ich aus einem anderen Grund hier war, konnte ich meinen Blick nur schwer wieder abwenden. Aber ich schaffte es und drückte ihr das Thermometer an die Stirn. Fast 41 Grad. Kein Wunder, das es ihr so schlecht ging. Wenn man jetzt nichts machte, konnte es ihr wirklich das Leben kosten. Ich erschrak ein wenig, als Klara im Fibertraum etwas sagte. Also besann ich mich wieder drauf, was ich vorhatte. Eine Tablette holte ich aus der Verpackung, drückte sie Klara zwischen die heißen und geschwollenen Lippen und hielt ihr sofort das Wasser an dieselben. Nur langsam und mit kleinen Schlucken nahm sie das Wasser auf, obwohl sie ausgetrocknet sein musste. Dafür hatte sie zu viel Flüssigkeit über das Schwitzen verloren. Schluck für Schluck leerte sie das Glas und ich stopfte ihr noch eine der Tabletten hinein. Soweit ich mich erinnern konnte, hatte ich das auch machen müssen. Viel ... hilft manchmal viel. Ob das in diesem Fall auch so war, konnte ich nicht sagen. Mit einem letzten Schluck verschwand das letzte Wasser in ihrem Mund und ich sah sie mir noch einen Moment lang an. Dabei ging ein Grinsen über mein Gesicht. Mit so zerzausten Haaren hatte ich sie noch niemals gesehen. Von daher lang ein ganz anderer Mensch da, als den, den ich kannte. Auch wenn es nur eine Äußerlichkeit war. Auf dem Tisch neben Klaras Bett stand die Schale mit dem Wasser, welches Klaras Vater mitgebracht hatte. Ich nahm das daneben liegende Tuch und tunkte es in das kühle Wasser. Ausgewrungen wischte ich damit den Schweiß von Klaras Stirn, die daraufhin ihren Kopf leicht hin und her bewegte. Hatte ich befürchtet, dass sie davon aufwachen würde, kam es zum Glück nicht dazu. Mehrmals wiederholte ich die Prozedur, wusch ihr gesamtes Gesicht und kühlte damit weiterhin ihre Stirn. Die ganze Zeit über hielt sie still und ihr Atem ging ruhiger als zuvor. Je länger ich mich hier aufhielt, umso gefährlicher wurde es für mich. Immerhin war ich kein Besucher, der hier angetroffen werden sollte. Wenn man mich fand, konnte sonst etwas passieren. Also blieb mir nichts übrig als Klara wieder zu verlassen. Ich nahm alles, mit was ich mitgebracht hatte, und stand schweren Herzens auf. Ich wäre am liebsten noch länger geblieben. Als ich stand, sah ich noch einmal auf sie herunter und erschrak. Klara hatte ihre Augen etwas geöffnet, zeigte aber keinerlei Reaktion auf meine Anwesenheit. Das wiederum ...